Das offizielle Regelwerk

Das offizielle Regelwerk 2017-09-19T17:08:35+00:00

Regeln für Bubble-Football Indoor

1. Ausrüstung: Bubble-Football wird mit den Bumperz von Funballz gespielt.

Die Spieler tragen ein dem Hallenboden entsprechendes Schuhwerk. Stollen oder gar Spikes sind ausdrücklich nicht erlaubt.

Außerdem ist innerhalb der Mannschaft auf eine möglichst einheitliche Kleidung zu achten, um die Teams beim Spiel besser unterscheiden zu können. Dazu muss das T-Shirt / Trikot der Mitspieler die gleiche Farbe haben, leichte Unterschiede in den Schattierungen sind erlaubt, sofern sie nicht zu Verwechslungen mit den Trikots des Gegners führen können. Um zu verhindern, dass beide Teams in derselben Farbe auflaufen, ist es ratsam, einen Satz Ausweichtrikots mitzubringen.

2. Spielzeit: Die Spielzeit beträgt 1 x 10 Minuten. Ein Seitenwechsel oder Nachspielzeit ist nicht vorgesehen. Stattdessen wird bei einer zu erwartenden längeren Unterbrechung die Spielzeit vom Schiedsrichter angehalten. Gleiches gilt, sollte eine Mannschaft nach Meinung des Schiedsrichters auf Zeit spielen.

Wichtig: Es gilt die letzte Ballberührung vor dem Abpfiff. Geht der Ball bei einem Schuss, der vor dem Abpfiff abgegeben wurde, direkt ins Tor, so zählt der Treffer, selbst wenn der Ball die Linie erst nach Abpfiff überschreitet. Er darf aber natürlich von der verteidigenden Mannschaft auch nach dem Abpfiff noch abgewehrt werden.

3. Spielfeld:
a) Das Spielfeld beim Bubble-Football entspricht dem eines Feldes beim Hallenfußball (23×15 Meter).

Es wird an allen 4 Seiten von einer mindestens 80 cm hohen Bande begrenzt, die zu Werbezwecken genutzt werden darf.

An den kurzen Seiten sind 2 Aussparungen für die Tore.
b) Die Tore sind haben eine Breite von und eine Höhe von.

Die Tor-Netze dürfen nicht am Boden verankert sein, da sie bei Spielerwechseln angehoben werden müssen.

Ein Spielerwechsel über die Bande hinweg ist mit angelegten Bumperz nicht möglich.

4. Die Mannschaften:

Eine Mannschaft beim Bubble-Football besteht aus 4 Feldspielern. Es sind bis zu 3 Auswechselspieler erlaubt.

5. Spielerwechsel:

a) Wenn Auswechselspieler vorhanden sind, bekommen die Teams 1 Bumperz zusätzlich zu den 4, die die Spieler auf dem Feld tragen, um einen schnelleren Wechsel zu ermöglichen.

b) Die Spieler dürfen das Spielfeld aus Sicherheitsgründen nicht ohne Bumperz betreten. Eine Übergabe der Bumperz auf dem Spielfeld ist daher nicht gestattet.

c) Der ausgewechselte Spieler muss das Spielfeld erst komplett verlassen (darf also auch nicht hinter der Torlinie stehenbleiben, da das Tor mit zum Spielfeld zählt), bevor der eingewechselte Spieler das Spielfeld betritt.

Ein Wechselfehler wird mit einer 2-Minuten-Spielsperre für den eingewechselten Spieler bestraft. Der ausgewechselte Spieler muss den Platz ebenfalls verlassen, so dass das Team für 2 Minuten mit 3 Spielern weiterspielen muss.

Danach muss das Team durch den eingewechselten Spieler wieder aufgefüllt werden, dazu muss er das Spielfeld betreten haben. Er kann danach aber natürlich wie jeder andere Spieler wieder ausgewechselt werden.

Hat das Team wegen einer Strafe bereits nur 3 Spieler auf dem Platz, so darf die Mannschaft bei einer weiteren Strafe die Feldspieler auf 3 auffüllen. Die 2. Strafe verlängert sich dann um die Zeit, die von der 1. Strafe noch zu spielen wäre.

Beispiel: Spieler A hat wegen eines Fouls eine 2 Minuten-Strafe abzusitzen. Spieler B aus demselben Team begeht 30 Sekunden vor Ende der Strafe einen Wechselfehler.

Spieler B muss deshalb draußen bleiben, das Team kann aber den Wechsel mit einem anderen Spieler durchführen (nicht jedoch Spieler A), so dass wieder 3 Spieler auf dem Feld stehen.

Die Sperre für Spieler B verlängert sich dadurch aber auf 2:30 Minuten, während der die Mannschaft mit 3 Spielern spielen muss. Sollten nicht genug Auswechselspieler vorhanden sein, kann als Ausnahme auch auf den Wechsel verzichtet werden.

An der Sperre für B ändert sich dadurch nichts.

Es müssen immer mindestens 3 Spieler einer Mannschaft auf dem Spielfeld stehen.

Sollte es durch Sperren und / oder mangelnder Auswechselspieler nicht mehr möglich sein, 3 Feldspieler zu haben, wird das Spiel abgebrochen und mit 5:0 Toren für den Gegner gewertet.

Wenn zum Zeitpunkt des Spielabbruchs die Tordifferenz zugunsten des Gegners höher als 2 Tore ist, so werden dem Gegner zu diesem Ergebnis noch 2 Tore gutgeschrieben.

Beispiel: Team C liegt gegen Team D zum Zeitpunkt des von ihm verschuldeten Spielabbruchs mit 2:6 zurück.

Team D bekommt für den Spielabbruch nochmal 2 Tore gutgeschrieben, das Spiel geht mit 8:2 für Team D in die Spielwertung ein. Damit sollen taktische Spielabbrüche verhindert werden.

6. Vor dem Spiel:

Die 4 Startspieler jedes Teams betreten mit Bumperz den Platz und laufen in einer Linie in der Mitte an den Spielern des anderen Teams vorbei. Da es mit den Bumperz nicht möglich ist, den Gegnern die Hand zu geben, wird mit jedem Gegenspieler zur Begrüßung kurz „angedozt“, d. h. die Spieler schlagen kurz die Bumperz durch Vorbeugen des Oberkörpers gegeneinander.

Wichtig: Das ist die Begrüßung! Der Gegner soll nicht umgehauen werden (das kommt erst später). Ein zu heftiges Anrempeln kann bereits zu einer 2-Minuten-Strafe führen. das liegt im Ermessen des Schiedsrichters. Ebenfalls mit 2 Minuten wird bestraft, wer die Begrüßung verweigert.

Anschließend begeben sich beide Teams an die Bande, die zu ihrem Tor gehört. Die Torrichter kontrollieren, ob jeder mit seinem Bumperz die Bande berührt. Ist alles korrekt, legt der Schiedsrichter den Ball in die Mitte des Feldes und pfeift das Spiel an.

Spielbeginn:

Der Anstoß wird im Mittelpunkt des Mittelkreises (bzw. des Fußballfeldes) ausgeführt, nachdem der durch den Anpfiff das Zeichen dazu gegeben hat.

Beide Mannschaften müssen in ihren Spielhälften (die durch die Seitenwahl entschieden wird), stehen. Der Schiedsrichter wirft eine Münze, und die erfolgreiche Mannschaft führt den Anstoß aus. Aus einem Anstoß kann direkt, also mit dem ersten Ballkontakt, ein Tor erzielt werden

Tore erzielen: Ein Tor kann mit jedem Körperteil und mit den Bumperz selbst erzielt werden. Handspiel gibt es natürlich nicht. Die Letzte Ballberührung muss dabei in der der Spielhälfte erfolgen, in der das Tor steht. Ob dabei als letzter Spieler ein Angreifer oder Verteidiger am Ball war, ist unbedeutend.

Torwart: Einen Torwart gibt es nicht, da kein Spieler den Ball mit der Hand spielen kann. Es bleibt den Teams überlassen, ob sie einen Spieler zur Bewachung des eigenen Tores abstellen.

Bumpen: Umschubsen, Wegschieben, Umrennen… Beim Bubble-Football wird „gebumpt“. Dabei sind folgende Regeln zu beachten:

  1. Gebumpt werden darf nur von vorne oder von der Seite, damit der angegriffene Spieler die Möglichkeit hat, sich darauf einzustellen und die nötige Körperspannung aufzubauen. Von hinten ist Bumpen aus Gesundheitsgründen verboten. Ausnahme: Der angegriffene Spieler dreht sich kurz vor dem Zusammenprall weg. In dem Fall muss er damit rechnen, trotzdem angegriffen zu werden.
  2. Gebumpt werden darf grundsätzlich jeder Spieler, egal ob er den Ball hat oder nicht. So ist es einem Angreifer auch ohne Ball möglich, einen Verteidiger aus dem Weg zu räumen, der ihm den Weg zum Tor versperrt. Gleichsam ist es jedem Verteidiger gestattet, einen Angreifer wegzubumpen, um ihn am freien Zulauf auf das Tor zu hindern.
  3. Gebumpt werden dürfen nur stehende Spieler. Wer auf dem Boden liegt, kniet, oder sich gerade wieder aufrichtet, ist geschützt. Auch Bumpen als „Revanche“ ist verboten, sofern es nicht aus dem Spielgeschehen heraus erfolgt. Wer den Gegner extra verfolgt, um ihn umzubumpen, begeht eine Unsportlichkeit und wird verwarnt (gelbe Karte).

Wenn der Ball einem Spieler von oben in den Bumper fliegt und auf dessen Kopf landet, kann er weiter spielen und versuchen, den Ball ins gegnerische Tor zu tragen. Er ist damit aber natürlich den Angriffen des Gegners ausgesetzt. Wird er umgestoßen und der Ball fällt nicht heraus, so wird das Spiel unterbrochen, der Ball herausgeholt und das Spiel geht mit Schiedsrichterball weiter. Der betroffene Spieler kann sich aber auch abknien, sobald der Ball in den Bumper gefallen ist und sich so vor den Angriffen des Gegners schützen. Auch in diesem Fall wird das Spiel mit Schiedsrichterball fortgesetzt.

An der Bande darf gebumpt werden, in der Ecke nicht. Spieler und Bumperz könnten dadurch zu Schaden kommen, weil kein Platz zum Fallen ist. Einem Spieler, der den Ball aus der Ecke holt, muss die Möglichkeit gegeben werden, den Ball wieder ins Spiel zu bringen. Beim Wettlauf zum Ball ist Bumpen aber natürlich noch erlaubt. Die Situation darf aber auch nicht ausgenutzt werden, um auf diese Weise Zeit schinden. In dem Fall geht das Spiel mit Freistoß für die andere Mannschaft weiter.

Folgende Unsportlichkeiten werden als Foul gewertet und führen zu einer Gelben Karte. Ein am Boden liegender Spieler wird gebumpt.
Ein am Boden liegender Spieler stellt dem Gegner ein Bein.
Zu heftiges Reklamieren beim Schiedsrichter.

Das Fordern persönlicher Strafen für den Gegner.

Gelbe Karten werden vom Schiedsrichter vermerkt.
Eine 3. Gelbe Karte für denselben Spieler führt zu einer 2-Minuten-Strafe.
Sollte ein Spieler die 3. 2-Minuten-Strafe innerhalb eines Spieles erhalten, wird er für den Rest des Spiels ausgeschlossen.

Treten ist generell verboten, weder die Bumperz noch die Beine der anderen Spieler dürfen getreten werden. Je nach Heftigkeit des Tritts werden Strafen von 2 Minuten oder gar eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ausgesprochen. Kontakt zwischen den Spielern hat ausschließlich über die Bumperz zu erfolgen.

Einen Strafstoß gibt es nur, wenn ein Spieler, der frei auf das gegnerische Tor zuläuft, von hinten gebumpt wird. Bei einem Strafstoß darf der gefoulte Spieler aus 6 Metern auf das Tor schießen, das von einem Gegner auf der Torlinie verteidigt wird, dieser darf die Torlinie erst bei Abgabe das Schusses verlassen. Der Strafstoß muss nicht zwingend vom gefoulten Spieler selbst ausgeführt werden. Der foulende Spieler erhält die Gelbe Karte.

Wird der Ball von einem gerade nicht am Spiel teilnehmenden Ersatzspieler am Überrollen der Torlinie gehindert, so entscheidet der Schiedsrichter auf Tor, der Ersatzspieler wird wie oben beschrieben wegen grober Unsportlichkeit für 2 Minuten gesperrt und sein Team muss für diese 2 Minuten in mit einem Feldspieler weniger spielen. Alle anderen Regelwidrigkeiten werden mit Freistoß und ggf. einer persönlichen Strafe für den Täter geahndet.

Wird der Ball über die Seitenlinie ins Aus befördert, so wird das Spiel mit einem Freistoß für den Gegner an der Stelle fortgesetzt, wo der Ball das Spielfeld verlassen hat. Geht der Ball über die Bande an der Torlinie des Gegners, bekommt dieser einen Abstoß zugesprochen, bei der eigenen Torlinie gibt es einen Eckstoß.

Bei Freistößen, Eckstößen und Abstößen ist das Spiel unterbrochen. Bumpen ist in der Zeit nicht erlaubt. Gegnerische Spieler müssen einen Abstand von 3 Metern zum ausführenden Spieler einhalten. Dieser muss den Ball durch ein Abspiel unverzüglich wieder ins Spiel bringen, er darf nicht selbst mit dem Ball weiterlaufen. Braucht er zu lange (Ermessen des Schiedsrichters, einem am Boden liegenden Spieler muss die Zeit gegeben werden, wieder aufzustehen), wird das als Spielverzögerung gewertet und dem Gegner wird ein Freistoß zugesprochen. Ein Freistoß muss nicht zwingend von dem Spieler ausgeführt werden, an dem die Regelwidrigkeit verübt wurde.